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DAW geht voran beim digitalen Datenaustausch

DAW geht voran beim digitalen Datenaustausch
29. Januar 2016
Foto: www.commons.wikimedia.org

Berlin. Gemeinsam mit der Berufsgenossenschaft des Bauwesens (BG BAU) haben die Deutschen Amphibolin Werke (DAW) das Projekt „SDBtransfer“ initiiert, das jetzt eine Demonstrationslösung für den Austausch sicherheitsrelevanter Daten von Bauprodukten entwickelt hat. Die Ergebnisse des Förderprojekts werden am 16. Februar im Bundespresseamt in Berlin vorgestellt. Wegen seiner Bedeutung für die Bauwirtschaft und die Chemieindustrie wurde das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Programm „Mittelstand digital“ unterstützt. Es ist Teil der Förderinitiative „eStandards: Geschäftsprozesse standardisieren, Erfolg sichern“.

Wie alle Hersteller von chemischen Stoffen oder Gemischen informieren die Tochtergesellschaften der DAW ihre Kunden über Inhaltsstoffe und Eigenschaften mittels Sicherheitsdatenblatt (SDB). Darin finden sich die Basisdaten für Arbeitssicherheit und Umweltschutz. Erstellt werden die SDB von den Produktsicherheitsbereichen der Standorte und vom RMI für den Bereich Ober-Ramstadt. „Dank der aktuellen Chemikaliengesetze wächst die Informationsfülle rasant, weil Aktualisierungen in immer kürzerer Zeit erfolgen und weil alle Dokumente zehn Jahre aufbewahrt werden müssen. In der deutschen Baubranche betrifft das 400 Hersteller, 2500 Baustoffhändler und fast 500.000 Verarbeiter, darunter viele Kunden der DAW“, berichtet Möbus.

Alle Beteiligten wünschen sich eine deutliche Vereinfachung. „Konkret geht es darum, beim Datenaustausch Medienbrüche zu beseitigen, denn es ist im 21. Jahrhundert einfach nicht mehr zeitgemäß, Daten vom Papier oder aus einem PDF-Dokument abzuschreiben. Meistens stammen diese aus einem elektronischen System und werden nur in das nächste eingetippt. Dieses manuelle Kopieren ist zeitaufwendig und mit Fehlern behaftet“, weiß Möbus.

Die im Bundespresseamt präsentierte Lösung soll der erste Ansatz für einen durchgehenden digitalen Datenaustausch in der Lieferkette des Bauwesens werden. Vor allem kleine und mittelständische Handwerksbetriebe sollen von dieser Lösung profitieren, weil sie stets aktuelle Daten zur Verfügung haben. Zudem werden sie Zugriff auf die SDBs der letzten zehn Jahre bekommen, so dass sie von der Aufbewahrungspflicht entbunden sind. Dadurch werden Kosten reduziert, weil insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen bei Verwaltungsaufgaben entlastet werden. Die Branchenlösung des Bauwesens könnte somit Vorbild für andere Bereiche der Wirtschaft sein, die vor ähnlichen Problemen stehen.

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