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Handwerk & Digitalisierung: Die eigene Strategie finden

Handwerk & Digitalisierung: Die eigene Strategie finden
27. November 2019
Fotos: Pixabay/DiPraGe

Die Notwendigkeit erkennen, eine Strategie finden und in die Praxis umsetzen: Andreas Fischer berät Handwerksunternehmen dabei, die eigene Digitalisierung praktisch zu gestalten. Jochen Oberrauter von Oberrauter Raum + Farbe aus dem österreichischen Mariazell setzt Ideen bereits konkret in seinem Unternehmen um.

Jochen Oberfauler und Andreas Fischer.

Jochen Oberrauter und Andreas Fischer haben erkannt, wie wichtig das Thema Digitalisierung für das Handwerk ist.

 

Firma in die Zukunft führen
Andreas Fischer, Gründer des Portals „Digitalisierung praktisch gestalten“, schätzt, dass im kommenden Jahrzehnt die „Schlüsseldekade der Digitalisierung des Handwerks“ bevorsteht. Er berät Unternehmen aktiv dabei, ihr Geschäft mit Hilfe der Möglichkeiten, die die Digitalisierung bietet, noch effizienter zu machen. Doch: “Wir können nicht erwarten, dass jeder Handwerker zugleich auch Technologie- und IT-Experte ist“, erklärt der Fachmann. Deshalb will er das Thema möglichst greifbar machen, indem er die Vorteile, die eine digitale Strategie für den eigenen Betrieb mitbringt, klar aufzeigt. Denn Handwerksunternehmen kommen künftig laut seiner Einschätzung nicht umhin, sich künftig verstärkt mit dem Thema zu beschäftigen. Fischer verspricht jedoch: „Digitalisierung ist kein trockenes Thema, Digitalisierung macht Spaß – im Sinne von mehr Erfolg und Handlungsspielraum!“. Übersetzt meint der Begriff nichts anderes als mithilfe des Werkzeugs Internet die Leistung des eigenen Betriebs zu steigern. Mit den richtigen Maßnahmen DigitalaufeinenBlick_300kann jeder Handwerksbetrieb aktiv zum „digitalen Macher“ werden. Wichtig sei dafür vor allem der richtige Fahrplan. Dafür wird mit dem „digitalen Reifegradcheck“ der Ist-Zustand der Unternehmens ermittelt. Dabei werden 30 Fragen und Thesen beantwortet, die sich auf fünf zentrale Handlungsfelder verteilen: Produktivität, Arbeitskultur, Kunden, Strategie, Geschäftsmodell. Nach dieser ersten Bestandsaufnahme wird dann eine Strategie entwickelt und in die Praxis umgesetzt. Jedes Handwerksunternehmen muss dafür die richtige zukunftsfähige Branchenlösung, Software und Technologie wählen und die Maßnahmen, die am Besten zum eigenen Betrieb, den Voraus- setzungen und Bedürfnissen passen. Hier kann Fischer aktiv beraten und steht im Austausch mit Handwerksbetrieben, die er bei ihrer Entwicklung begleitet. Die Unterteilung in die fünf Handlungsfelder hilft dabei, nicht den Überblick zu verlieren.

Progressive Strategie für Traditionsbetrieb
Jochen Oberrauter führt in vierter Generation den Familienbetrieb Oberrauter Raum + Farbe in Mariazell. Vor zwei Jahren hat er beschlossen, dass er mit dem Traditionsunternehmen den Digitalisierungsprozess wagen will. Oberrauter begann sich intensiver mit der Digitalisierung und ihren Möglichkeiten auseinanderzusetzen und recherchierte im Internet: Welche Möglichkeiten der Digitalisierung gibt es, und welche sind für einen kleinen KMU-Betrieb überhaupt sinnvoll? Er stieß auch auf das „111 Ideenbuch – Digitalisierung praktisch gestalten“ und begann sukzessive damit, Vorschläge in die Praxis umzusetzen. Einer der ersten Schritte: der Einsatz eines digitalen Fahrtenbuchs, das mit Hilfe eines kleinen Steckmoduls für Autos vollautomatisch aufgezeichnet wird. Seit einiger Zeit ist im Betrieb auch das Messenger System „Slack“ im Einsatz, um die Kommunikation miteinander übersichtlich zu gestalten. Wichtig: Die eingesetzten Mittel müssen immer den Angestellten Vorteile bringen. „Ich habe die Ideen, aber im Alltag müssen vor allem die Mitarbeiter die Tools anwenden“, erklärt der Chef. Dafür müssen diese eingebunden werden – neue Tools werden gemeinsam ausprobiert und besprochen. „So finde ich heraus, was zu mir und meinem Unternehmen passt.“ Zudem schwört Oberrauter auf die „Cloud“, also das digitale Speichern aller wichtigen Daten: „So kann ich jederzeit und von jedem Ort auf alle wichtigen Infos zugreifen – ich brauche weder stationären PC noch ein festes Büro. Am Sitz in Mariazell setzt er weiterhin auf das Analoge: „Im Showroom entsteht Emotionalität und wir zeigen Kunden, dass wir unsere Leistungen maßgeschneidert und individuell auf ihre Wünsche abstimmen – ein wichtiger Faktor bei der Auftrags- und Kaufentscheidung.“

Den ausführlichen Fachartikel und das Porträt mit Andreas Fischer und Jochen Oberrauter lesen Sie in Ausgabe 11/2019 der RZ – Trends Interior Design oder im ePaper unter folgenden Links:
Zum Fachartikel mit Andreas Fischer und Raumausstatter-Porträt mit Jochen Oberrauter

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