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Stationäres Shopping ortsabhängig

Stationäres Shopping ortsabhängig
25. März 2015
Foto: Pixabay

Köln. Online-Handel, Stadtzentren, Shopping-Center, Fachmärkte, Nahversorgung – der Format- und Standortwettbewerb im Einzelhandel ist vielschichtiger als es die Online-Offline-Diskussion vermuten lässt. Mangelndes Angebot vor Ort befeuert Internet-Bestellungen. „Eine auf ,online vs. offline‘ beschränkte Diskussion greift deutlich zu kurz. Bei der Planung, Bewertung und Umsetzung von Online- und Offline-Formaten sind neben branchen- und zielgruppenspezifischen Besonderheiten auch stadt- beziehungsweise regionalspezifische Aspekte zu berücksichtigen“, so Boris Hedde, Geschäftsführer des IFH Köln.

Welche stationären Standorte für die Konsumenten je nach Wohnortgröße relevant sind und welche Rolle der Online-Handel im Einkaufsstättenmix spielt, nimmt die aktuelle Ausgabe des Consumer Barometers von IFH Köln und KPMG unter die Lupe. Neben dem Online-Kanal gewinnt die lokale Nahversorgung innerhalb des eigenen Wohnortes an Bedeutung – und zwar unabhängig von der Ortsgröße (Kleinstädte plus 21,1 Prozent, Mittelstädte plus 26,8 Prozent und Großstädte plus 29,3 Prozent). Online-Shopping ist heutzutage für alle Stadtbewohner mehr oder weniger selbstverständlich. Dennoch lassen sich bei genauerem Hinsehen Unterschiede nach den Ortsgrößen ausmachen: Bewohner kleinerer und mittelgroßer Städte (bis 100 000 Einwohner) kaufen Artikel aus den Bereichen Sport/Hobby/Freizeit und Kosmetik/Drogeriewaren/Gesundheit häufiger online ein als Großstädter. Der Grund ist naheliegend: Entsprechende Angebote sind in den Geschäften am eigenen Wohnort oder in der näheren Umgebung oftmals weniger verfügbar.

In anderen Sortimentsbereichen wie beispielsweise Mode und Consumer Electronics wird dagegen aus Lust oder Überzeugung online geshoppt. Aus Sicht der befragten Konsumenten nehmen „Shopping-Trips“ in die nähre Umgebung des eigenen Wohnortes tendenziell ab. Jedoch sind insbesondere die Bewohner kleinerer Orte auf den Einkauf in angrenzenden Städten angewiesen. Dies gilt insbesondere für Sortimentsbereiche, bei denen das Online-Shopping noch nicht so weit verbreitet ist.

www.ifhkoeln.de

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