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BAU 2021 ist optimistisch

BAU 2021 ist optimistisch
23. Juli 2020
Foto: Messe München

München. Allen schlechten Nachrichten zum Trotz: Die Münchner Fachmesse BAU steht rund ein halbes Jahr vor Messebeginn gut da. Die 18 Messehallen sind zu Dreivierteln fest gebucht. Noch läuft es, verglichen mit anderen Branchen, einigermaßen rund am Bau. Volle Auftragsbücher aus dem Bau-Boom der vergangenen Jahre sorgen für eine gute Auslastung der Betriebe. Das könnte sich jedoch spätestens 2021 ändern, denn die Baubranche treffen wirtschaftliche Einbrüche meist zeitversetzt. Der Staat als einer der größten Auftraggeber der Bauwirtschaft wird sich angesichts seiner Schuldenlast mit Investitionen zurückhalten, ebenso wie der private Auftraggeber.

Das jüngste ifo-Konjunkturbarometer (06/2020), rechnet bereits in den kommenden Monaten mit einem spürbaren Rückgang für das Bauhauptgewerbe. Auch für das Baugewerbe erwartet der Zentralverband Deutsches Baugewerbe, ZDB, dass „der pandemiebedingte Einbruch“ im zweiten Halbjahr 2020 „noch bevorsteht“. Und was den Export angeht: Der ist mit Corona in einigen Branchen komplett eingebrochen, insbesondere in stark betroffenen Ländern wie Frankreich, Spanien oder den USA.

Vor diesem Hintergrund sprechen sich zahlreiche Unternehmen, sozusagen die schweigende Mehrheit, für eine Austragung der BAU 2021 aus. Die BAU, so der Tenor, könnte ein starkes Signal setzen und, wie so oft in den vergangenen Jahren, Aufbruchstimmung erzeugen, auch und erst recht in Corona-Zeiten. Hier einige Beispiele aus dem Bereich Fliesen, Keramik und Bodenbelag.

Carl Ruland, Vice President, Novalis
„Wir sind auf der BAU 2021 dabei, weil es nach einem Jahr das erste große internationale Branchenevent für die Fußbodenindustrie ist, und ein erster Schritt in die neue Post-Covid-Realität sein wird. Die BAU ist für die Bodenbelagsbranche so wichtig, weil diese Messe besonders in den Produktbereichen Parkett, Laminatboden sowie Designböden den gesamten Markt in seiner Vielfalt und Leistungsfähigkeit abbildet. Für unsere internationale Expansion hat die BAU 2021 eine ganz zentrale Bedeutung. Hier bekommen wir direkten Zugang zu Märkten, die wir mit unseren Partnern bisher nicht optimal abdecken können. Wir erwarten, dass schon die Präsenz an sich als Gradmesser für die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft in einem schwierigen Marktumfeld positiv gewertet wird.“

Ulrich Scheffold, General Manager DE Listone Giordano/Margaritelli s.p.a., Geschäftsführer Parketthaus Scheffold GmbH
„Wir sind auf der BAU 2021 dabei, weil sich diese mittlerweile als wichtigste Fachveranstaltung im europäischen Raum für Fußbodenbeläge etabliert hat. Die Bedeutung der Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme ist für unsere Branche in den letzten Jahren enorm gestiegen, da in einem ansprechenden Kontext nicht nur aktuelle Trends und Produktinnovationen präsentiert werden, sondern auch vielversprechende Kontakte zu Vertretern aus allen wesentlichen Sektoren entstehen. So wird das Messegelände in München alle zwei Jahre zu einem regelrechten Melting Pot, in welchem sich Architekten, Investoren, Handel und Handwerksbetriebe konstruktiv austauschen können. Dabei entsteht natürlich auch ein enormes Akquisitionspotenzial von hoher Qualität. Aus diesem Grund sind wir davon überzeugt, dass sich im nächsten Jahr das Fachpublikum wieder einmal, wenn auch gegebenenfalls mit einigen Einschränkungen aufgrund der Pandemie, intensiv über die Neuigkeiten im Markt informieren wird. Dies wird vielleicht nicht mit der gleichen Quantität wie die letzten Jahre erfolgen, dafür jedoch mit etwas mehr Tiefgründigkeit. Gerade in Zeiten grundlegender Veränderung erscheint es wichtig, dass sich alle Marktteilnehmer den neuen Herausforderungen stellen, um die eigene Zukunft erfolgreich zu gestalten. Wir freuen uns jedenfalls schon sehr darauf, dem Fachpublikum in sicherer Atmosphäre die einzigartigen Holzfußöden aus unserer Manufaktur zu präsentieren.“

Für die BAU 2021 sind aktuell 80 Prozent der verfügbaren Ausstellungsfläche, das sind rund 100.000 m² Netto, fest vergeben. Das entspricht dem Niveau wie vor zwei Jahren. Absagen insbesondere deutscher Unternehmen steht eine ausgesprochen hohe Flächennachfrage internationaler Unternehmen gegenüber. Angesichts dieser Buchungslage steht die Austragung der BAU vom 11. bis 16. Januar 2021 nicht in Frage. Um die Aussteller insbesondere bei der Besucherwerbung zu unterstützen, gewährt die Messe München einen 15prozentigen Corona-Bonus. Das Schutz- und Hygienekonzept der bayerischen Messewirtschaft, das von der bayerischen Staatsregierung am 23. Juni verabschiedet wurde, ermöglicht die Durchführung von Messe unter Einhaltung von Abstandsgebot, Hygiene und Nachverfolgbarkeit aller Teilnehmer. Mehr dazu unter www.messe-muenchen.de

 

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