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Tauschen, teilen, leihen – die Kaufpraktiken von heute?

Tauschen, teilen, leihen – die Kaufpraktiken von heute?
29. April 2015
Foto: wikimedia.org

München. Neukäufe im Internet nehmen weiter stark zu – Online-Shopping steht besonders bei den deutschen Verbrauchern hoch im Kurs. Denn 78 Prozent von ihnen tätigen genauso viele oder mehr Neukäufe im Internet als vor fünf Jahren. Dagegen verliert der stationäre Handel in Geschäften und Einkaufszentren immer mehr an Bedeutung.

Neben diesen klassischen Formen des Einkaufens rücken andere Kaufpraktiken immer stärker in den Fokus: Gebrauchtkäufe, „Click & Collect“ oder ausleihen, tauschen und teilen von Produkten. Das Einkaufen hat sich stark verändert. Der Großteil greift auf das Internet und die mobilen Technologien zurück (73 %). Gerade einmal 15 % verweigern sich dem Online-Einkaufs-Trend und bevorzugen herkömmliche Kaufpraktiken. Auch der Secondhand-Markt-Bereich bekommt immer mehr an Reichweite. Vor allem die unter 45-Jährigen mögen es, gebrauchte Gegenstände oder Bekleidung im Internet via Ebay und Co. zu ergattern.

Die Verbraucher haben aber auch Forderungen: So ist jeder dritte Europäer der Meinung, dass ein größeres Dienstleistungsangebot auf Websiten das Einkaufen erleichtern würde. Man wünscht sich eine bessere infrastrukturelle Anbindung zu den Geschäften sowie verlängerte Öffnungszeiten. Die deutschen Verbraucher sind mit dem Konsumangebot weitestgehend zufrieden. 89 Prozent macht shoppen trotz Kriese Spaß.

Diese Ergebnisse stammen aus der aktuellen “Europa Konsumbarometer”-Studie der Commerz Finanz GmbH. Mehr als 8.700 Europäer wurden nach ihren Konsumgewohnheiten gefragt. Als Hauptmotiv für Online-Käufe sowie Gebrauchtkäufe gelten finanzielle Gründe. So wird bei etwa 50 Prozent der europäischen Verbraucher ein Zusammenhang zwischen ihren Kaufpraktiken und der Wirtschaftslage gesehen. „Allerdings lässt sich der Konsum nicht vollständig durch finanzielle Faktoren erklären“, erläutert Dr. Anja Wenk, Bereichsleiterin Vertriebsmanagement der Commerz Finanz GmbH, „Der Verbraucher spart zum einen Geld, zum anderen verschwendet er keinen Platz für Dinge, die er nur selten braucht. Die Europäer denken beim Konsum um.“

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Weitere Infos: www.markt-studie.de

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